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Was ist Consulting?

Consulting ist zunächst einmal die Bearbeitung betriebswirtschaftlicher Problemkonstellationen durch die Interaktion zwischen unabhängigen externen Personen oder einer Beratungsorganisation und einem um Rat nachsuchenden Klienten. Ein Teilbereich des Consultings ist die Unternehmensberatung, die sich im Besonderen auf die betriebswirtschaftliche Beratung in Unternehmen konzentriert. Im weiteren Sinne gehören auch innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation erbrachte Beratungsleistungen zum Consulting ebenso wie die Beratung zu technischen Fragestellungen.

Die Elemente und die Konzeption der Beratungsleistung

Jede Problemlösung beruht auf einer Beratungskonzeption, die einen umfassenden gedanklichen Entwurf umfasst, der das Leistungsangebot und die Beratungsstrategie des Beraters oder der beratenden Organisation zum Inhalt hat.

1. Die Rolle des Beraters

Die Rolle des Beraters wird definiert durch die Aufgabenstellung und die Erwartungshaltung des Kunden ebenso wie durch die Klientorganisation. Der Berater bringt seine persönliche Beratungsphilosophie in das Consulting mit ein, die getragen wird von seinen Zielvorstellungen sowie von seinem Wertesystem und seinem Verhaltensmuster. Der Erfolg der Beratungsleistung ist auch davon abhängig, dass Abhängigkeitsverhältnisse zu einem Klienten vermieden werden und die Beraterneutralität gewahrt bleibt. Die Ausprägung des Einflussgrades eines Beraters variiert ebenso wie die Intensität seiner Beteiligung am Problemlösungsprozess, sodass der Charakter seiner Beratungsleistung unterschiedliche Qualitäten haben kann. Der Berater kann Krisenmanager sein und als solcher für die Zeit seines Einsatzes weitreichende Entscheidungsbefugnisse haben. Ein Berater kann auch die Rolle des Interventionisten einnehmen, der in Abstimmung mit dem Klienten in das Organisationsgeschehen eingreift, sodass der Einflussgrad der am Beratungsprozess beteiligten Parteien ausgewogen ist. Ein Berater kann in die Rolle eines neutralen Dritten schlüpfen. Als solcher versucht er Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten und so in die Gestaltung des Problemlösungsprozesses einzugreifen, wobei sein Einfluss auf Entscheidungen gering ist. Der überwiegende Teil der Beratungsfälle ist nicht eindeutig zuordenbar und ein Mix aus unterschiedlichen Leistungsangeboten, Strategieelementen und verschiedenen Rollen als Berater.

2. Die Beratungsleistung und die Beratungsstrategie

Die Beratungsstrategie beinhaltet die Beratungsmethode sowie den Beratungsstil, der die Art der Zusammenarbeit zwischen dem Consulting-Berater und dem Kunden beschreibt. Der Beratungsstil wirkt sich im Wesentlichen auf die Kommunikation zwischen Klient und Berater aus. Dabei werden verschiedene Modelle unterschieden. Das sogenannte Einkaufsmodell beinhaltet eine mechanistisch ausgerichtete Vorgehensweise, bei der die Kommunikation eher einseitig zu Lasten des Beraters geht, der auf das Verkaufen weitgehend standardisierter Lösungen fokussiert ist. Beim sogenannten Arzt-Patienten-Modell ist die Beratung auf eine bedarfsorientierte Diagnose ausgerichtet. Der meist überlegen auftretende Berater wird nach fachlich-funktionalen Kriterien eine auf die Problematik passende Medizin verabreichen, mit der der Klient als Patient allein gelassen wird. Einzig der prozessorientierte Ansatz der Organisationsentwicklung verfolgt eine regelmäßige und auf eine partizipativ angelegte Interaktion zwischen Klient und Berater, der eine ganzheitliche Betrachtung der Organisationsstrukturen in einem Unternehmen oder einer Organisation zugrunde liegt.

3. Die Beratungsmethode und der Beratungsprozess

Die Beratungsmethode im Consulting ist gekennzeichnet durch qualitative und quantitative Instrumentarien sowie durch eine Vielzahl von analytischen Verfahren und Methoden. Der eigentliche Beratungsprozess kann in fünf Phasen eingeteilt werden. In einer ersten Phase findet eine Orientierung statt, die die Identifikation des Problembereichs und eine Problemstrukturierung beinhaltet. Erst danach wird ein externer oder interner Berater ausgewählt. In einer dritten Phase wird eine Konzeption erarbeitet, die auf gesammelten Informationen basiert, an die sich eine Analyse anschließt mit dem Ziel, Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und diese im Rahmen der Entscheidungsfindung zu präsentieren. Daran schließt sich die Implementierungsphase an, in der die Maßnahmen geplant, durchgeführt und in der Praxis erprobt werden. In einer letzten Phase werden die umgesetzten Maßnahmen einem Controlling unterzogen und bezüglich ihres Erfolgs bewertet, womit das Consulting abgeschlossen ist.

Nabenhauer Consulting – St. Gallen

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